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Zu schön, um wahr zu sein!

Sehen Sie einen Würfel? Er ist nicht wirklich da!  Betrüger nähren die Illusionen, Dinge zu sehen, die nicht da sind!

„Gier ist meine Lieblingssünde, damit bekomme ich sie alle.“ Angeblich der Teufel
  •  Klingt das Geschäft zu gut, um wahr zu sein?
  •  Ist die Rendite marktunüblich hoch bei „geringem bis keinem Risiko“?
  • So ein „Zufall“, dass Sie gerade dieses Angebot bekommen.
„Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht genug für jedermanns Gier.“ Mahatma Gandhi


Plötzlichen Reichtum gibt es nur im Märchen

Leider ist es nur allzu wahr, dass einer der häufigsten Gründe, warum Menschen Opfer von Betrügern werden, in ihrer eigenen Gewinnsucht liegt. Das hat sicher auch damit zu tun, dass Konsum und materieller Besitz in unserer Gesellschaft einen derart hohen Stellenwert haben. Wenn man dann richtig in diese Gier hineingekommen ist, so wirkt diese wie ein Wahrnehmungsfilter. Es wird nur noch wahrgenommen, was in das eigene Denkschema passt. Goethe sagte schon: „Ein jeder sieht nur das, was er zu sehen vermag.“ Menschen tun dann Dinge, die sie normalerweise nicht tun würden. Glücklich, der gute Freunde hat, die einen darauf aufmerksam machen.

Wikipedia definiert Habgier: Habgier oder Habsucht ist das übersteigerte, rücksichtslose Streben nach materiellem Besitz, unabhängig von dessen Nutzen, und eng verwandt mit dem Geiz, der übertriebenen Sparsamkeit und dem Unwillen zu teilen.

Ganz nebenbei ist im Christentum die Habgier auch eine der sieben Todsünden.

„Nicht reich macht zufrieden - zufrieden macht reich.“ Aus dem Schwarzwald

Aber kann man wissenschaftlich erklären, warum Menschen habgierig sind? Warum Wirtschaftsbosse sich immer mehr in die Tasche stecken und Politiker meinen, es stünde ihnen zu abzusahnen?

Geld als Suchtmittel

Zum einen könnte man die Suchttheorie zurate ziehen, denn vieles von dem, wie sich gierige Menschen gegenüber Geld verhalten, ähnelt diesen Kriterien:
  1. Zwanghaftes Benutzen einer Substanz oder Verhaltensweise, die nicht wirklich hilft.
  2. Der/die Abhängige beeinträchtigt und schädigt sein/ihr eigenes Leben.
  3. Die Sucht führt zur Entfremdung von sich selbst, von anderen und von der Welt.
  4. Sucht unterscheidet sich von Gewohnheit u.a. dadurch, dass keine freie Entscheidung mehr möglich ist, das Verhalten zu ändern.
  5. Das ganze Glück scheint daran zu hängen, dass der/die Süchtige das Suchtmittel bekommen kann.
  6. Die Sucht wird verleugnet.
  7. Jegliche Eigenverantwortung für die Sucht wird abgeschoben.
    (Quelle: Ingrid Suprayan: Geld als Droge?)
Diese Merkmale von Sucht finden sich auch in unserem Umgang mit Geld wieder. Zu denken wäre dabei an den häufigen Charakter des Konsums als Ersatzhandlung zum Ausgleich einer inneren Leere. Das Leben insgesamt wird massiv geschädigt. Die Entfremdung von sich, von anderen und von der Welt zeigt sich u.a. im Zockertum an den Börsen. 'Sachzwänge' engen den freien Umgang mit Geld und Vermögen mit der Folge ein, dass das Bewusstsein der eigenen Verantwortung für den Umgang mit Geld verloren geht. Und die allgemeine Tabuisierung des Geldes zeigt, wie sehr unsere Abhängigkeit von der Droge Geld verleugnet wird.


Motivationstheorie

Eine andere These ist die der Motivationstheoretiker. Diese besagt, dass das Streben nach Macht einem der Grundantriebe des Menschen entspricht. Geld wird in unserer Kultur vielfach mit Macht gleichgesetzt oder es bringt Macht. Beim Essen verspüren wir irgendwann ein Sättigungsgefühl und können nichts mehr essen. Bei der Sexualität ist auch rein physisch irgendwann ein Zustand erreicht, wo nichts mehr geht. Nur bei der Gier nach Macht/Geld tritt kein wirklicher Sättigungs-, bzw. Befriedigungsgrad ein. (Psychologie Heute 8/2004)


Wahrnehmungsstörung

Andere Spekulationen gehen in die Richtung, dass gierige Menschen einfach die Realität nicht mehr richtig wahrnehmen können. Auch das ist sehr plausibel, denn gierige Menschen handeln oft genug absolut unlogisch, bzw. hören selbst auf die wohlgemeinten Ratschläge von besten Freunden nicht mehr.


Die Eule rät

"Wer nicht mit dem zufrieden ist, was er hat, der wäre auch nicht mit dem zufrieden, was er haben möchte." Berthold Auerbach

Fragen Sie sich selbst.:
  • Welche Bedeutung hat Geld für Sie?
  • Für was steht Geld in Ihrem Leben? Kann man das nicht auch anders bekommen?
  • Wie würde viel Geld Ihr Leben und Ihre Beziehung zu Menschen verändern?
  • Wie wüssten Sie, ob Menschen Sie selbst oder nur Ihr Geld mögen?
  • Wären Sie wirklich glücklicher, wenn Sie viel Geld hätten?
Erstellt am: 07.09.2010 | Geändert am: 18.02.2011

Schwerpunktthema
Januar 2012

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