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Kampagne: Stopp! Häusliche Gewalt

Es braucht viel Mut, sich in private Angelegenheiten anderer Menschen einzumischen...

...und wenn dabei Gewalt im Spiel ist, ist es auch noch gefährlich. Zudem befürchten viele, dass Sie als Zeuge oder Zeugin in Unannehmlichkeiten geraten könnten.
Deshalb  wird die Polizei oft erst dann gerufen, wenn das Opfer bereits schweren Schaden erlitten hat.
Es ist aber wichtig, schon bei einem anfänglichen Verdacht zu reagieren, denn je länger die gewalttätige Beziehung dauert, desto grösser ist der gesundheitliche Schaden des Opfers - und bei all dem steigt die Gefahr, dass es zu einem schwerwiegenden Verbrechen kommt.

Was kann ich tun, wenn ich «Häusliche Gewalt» wahrnehme?

Wissen oder ahnen Sie, dass in Ihrem Bekanntenkreis Gewalt geschieht?
Hören Sie bei Ihren Nachbarn Hilfeschreie oder andere Hinweise auf Misshandlungen? Haben Sie Mut! Unternehmen Sie etwas.
Sie müssen nicht unbedingt direkt eingreifen und Sie müssen auch nicht alleine handeln. Erkundigen Sie sich bei anderen Nachbarn oder Familienangehörigen, ob diese auch schon Beobachtungen gemacht haben oder sogar selber aktiv geworden sind.
Es ist aber auf jeden Fall wichtig, dass Sie etwas tun. Rechtzeitiges Handeln kann lebensrettend sein.

Was Sie tun können:
  • Rufen Sie bei akuten Notsituationen die Polizei.
  • Gefährden Sie sich nicht selber, indem Sie sich einmischen.
  • Sprechen Sie das Opfer an, wenn Sie es alleine antreffen.
  • Zeigen Sie Verständnis und Mitgefühl.
  • Nehmen Sie seine Aussagen ernst.
  • Sagen Sie dem Opfer, dass Gewalt im häuslichen Bereich kein persönliches Problem ist.
  • Weisen Sie es darauf hin, dass es in der Schweiz ein Gesetz gibt, das alle Opfer schützt.
  • Bieten Sie persönliche Hilfe an (Zuhören, Zuflucht in Notsituationen).
  • Haben Sie aber auch Geduld, wenn Ihre Hilfsangebote vorerst abgelehnt werden.
  • Sammeln Sie Informationen über professionelle Hilfangebote für Opfer und geben Sie diese an die betroffene Person weiter.
  • Eine Liste finden Sie auf dieser Seite.
  • Es ist wichtig, dass Sie Ihre eigenen Grenzen einhalten und nicht das Gefühl entwickeln, Sie müssten die Probleme lösen.
  • Kennen Sie eine Person, die gewalttätig ist, so stellen Sie ihr Verhalten in Frage ohne zu verurteilen.
  • Weisen Sie diese Person auf Hilfsangebote hin.
Erstellt am: 07.09.2010 | Geändert am: 23.02.2011

Schwerpunktthema
Januar 2012

«Themen der Schweizerische Kriminalprävention» mit Factsheet und weiteren Downloads.

Neuigkeiten

Kampagne: «Facebook, Netlog & Co.: Aber sicher!» Informationen und Tipps zu Sicherheit in sozialen Netzwerken für Erwachsene und Jugendliche.

Zusatzinformationen «Gewalt»

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